Der Abgrund zerrt an mir

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Rezension zu Martin Schäuble: Alle Farben grau. Frankfurt : Fischer , 2023 //

Im Mittelpunkt des Jugendbuchs „Alle Farben sind grau“ von Martin Schäuble steht der 16jährlige Paul. Der intelligente Jugendliche mit Vorlieben für David Bowie und japanische Manga-Comics steht in Familie und Schule immer etwas außerhalb, erst spät wird die Diagnose Autismus gestellt. Das Buch beschreibt die letzten Monate von Paul, der immer tiefer in Depressionen rutscht und sich schließlich das Leben nimmt.

Die Erzählperspektive wechselt zwischen den einzelnen Kapiteln. Meist ist es Paul, der berichtet. Es kommen aber auch seine Mutter, sein Vater, Freunde, Lehrer und die Geschwister zu Wort. Das Buch liest sich gut, es ist unterhaltsam und auch an manchen Stellen witzig, wenn gleich es im Lauf der Kapitel immer düsterer wird. Der Autor vermag es, das schwere Thema in einen leichtfüßigen Erzählfluss zu fassen.

Ich meine, es kann helfen, jungen Menschen – aber nicht nur ihnen – einen Zugang zum Thema seelische Krankheit zu eröffnen und sich darin einzufühlen. Und auch, was der Suizid eines Menschen für dessen nahes und weiteres Umfeld bedeutet, wird sehr deutlich. Empfehlung!

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